Tuesday, 04 October 2016 07:53

Smart Talk statt Small Talk

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Introvertierten Menschen ist der Besuch einer Veranstaltung mit vielen Menschen ein Graus. Für sie – aber auch für die unzähligen Händeschüttler – schreibe ich diese Zeilen, wie aus langeiligen Small Talk Smart ein werttvoller Smart Talk wird. Damit Deine nächsten Gespräche effektiver werden und mit dem Gefühl nach Hause gehst, der Besuch der Veranstaltung habe sich gelohnt. Das ist dann der Fall, wenn Du über Deine Kontakte wertvolle Informationen sammeln konntest, die Dir weiterhelfen.


Rede weniger von Dir


Menschen unterhalten sich gerne mit Leuten, die sich für sie interessieren. Du kannst Dein Gegenüber zulabbern und Dich in den Vordergrund stellen. Oder Du kannst kluge Fragen über die andere Person stellen und so das Interesse für ihn zeigen. Dein Gegenüber wird das schätzen und Dir wertvolle Informationen liefern.


Stelle offene Fragen


Nichts ist einem guten Gespräch hinderlicher, als geschlossene Fragen, die Dein Gegenüber mit ja oder nein oder einem kurzen Satz beantworten kann. Statt zu fragen „Gefällt Ihnen der Kongress?“, versuche es doch mal mit „Was ist Ihr wichtigstes Ziel an diesem Kongress?“

Andere Beispiele: „Wie war das Wochenende?“ – „Was haben Sie am Wochenende gemacht?“

„Was arbeiten Sie?“ – „Was sind die grössten Herausforderungen in Ihrem Beruf?“

„Wo wohnen Sie?“ – „Was gefällt Ihnen an Ihrem Wohnort am besten?“

Gib den Leuten eine Gelegenheit, ihre Geschichte zu erzählen und sie werden Dir wohlgesinnt sein. Gleichzeitig erfährst Du, wo Ansatzpunkte sein könnten, die Beziehung mit dieser Person zu vertiefen.


Antworte selbst mit einer Geschichte – und einer Gegenfrage


Stellt unser Gegenüber selbst eine geschlossene Frage, bestätigen wir seine Aussage gerne, aus lauter Höflichkeit. „Was für ein guter Kongress, nicht wahr?“. „Ja, der ist wirklich gut“. Und schon hast Du eine Chance vertan, ein intensiveres Gespräch zu führen. Warum antwortest Du nicht mit „Für mich ist Thema xy das wichtigste und ja, der Kongress deckt das vorzüglich ab. Wie möchten Sie denn von diesem Kongress profitieren?“ Und schon bist Du wieder in der Rolle des Fragers. Denn nur wer zuhört, lernt etwas.


Sag auch mal was Unerwartetes


Nichts lässt eine Unterhaltung schneller sterben, als Langeweile. Verstehe das nicht als Aufforderung, den Clown zu spielen. Aber es muss nicht immer alles so im gewohnten Rahmen ablaufen. Einen der grössten Lacher hatte ich mal, als ich auf die Frage „Wie war der Flug?“, mit „Als wir durch das Wurmloch flogen, wurde es ein wenig eng.“ Das Eis war gebrochen, die Vertragsverhandlungen verliefen entspannt und wir unterzeichneten den Vertrag,


Verabschiede Dich auch mal


Es kann durchaus sein, dass Du an einer Veranstaltung auf Leute triffst, die Dir wenig bringen. Aus Höflichkeit bleibst Du, führst das Gespräch weiter und gehst zum Schluss mit einem Gefühl von vergeudeter Zeit weg. Ich kenne Leute, die sich in so einer Situation mit einer mehr oder weniger glaubhaften Begründung verabschieden. Und nicht elten ins Fettnäpfchen traten, weil sich schnell zeigte, dass sie eine Notlüge benutzten. Ich hatte eine andere Strategie. Ich verabschiedete mich vom jeweiligen Gesprächspartner mit dem Satz „Eines meiner wichtigsten Ziele an dieser Veranstaltung ist, XY zu treffen. Ich möchte nicht unhöflich sein, aber ich möchte mir diese Chance nicht entgehen lassen.“ Ich traf nie jemanden, dem dies nicht einleuchtete.

Informationen erhälst Du mit Fragen. Das ist Smart Talk, der Dir weiterhilft. Hast Du andere Tipps? Oder gar ein spannendes Beispiel? Dann schreib doch bitte einen Kommentar.

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